Heute keine Sprechstunde

Sehr geehrte Patient:innen,
unsere Praxis bietet am Wochenende keine Sprechstunde an.

In dringenden Fällen können Sie sich mit dem zahnärztlichen Notdienst in Verbindung setzen. Der aktuelle Wochenendnotdienst kann abgerufen werden unter www.notdienst-zahn.de sowie unter der Telefonnummer 0941/5987923.

Parodontologie (Zahnfleischerkrankungen)

Parodontitis

Parodontitis, auch Parodontose genannt, bezeichnet eine Entzündung des Zahnbettes (Gewebe um den Zahn), ausgelöst durch bakterielle Beläge auf der Zahnoberfläche.
Häufig haben Patienten eine Parodontitis, ohne es zu wissen. Die Erkrankung beginnt oft schleichend, da eine Parodontose bis auf leichte Empfindlichkeiten oftmals nur mit geringen Schmerzen verbunden ist. So kann die Erkrankung für den Patienten auch unbemerkt verlaufen.

Eine Parodontitis zeigt vielfältige Symptome: von Zahnfleischbluten über Mundgeruch, unangenehmen Geschmack, Empfindlichkeit der Zähne auf Kälte, bis hin zu Zahnfleischrückgang und Zahnlockerungen.

Raucher haben ein erhöhtes Risiko, an einer Parodontitis zu erkranken, da das Nikotin die Abwehrlage des Zahnfleisches beeinflusst. Bei Rauchern ist die Durchblutung des Gewebes vermindert. So tritt das für Parodontose so typische Zahnfleischbluten nicht oder nur wenig auf, so dass die Erkrankung für den Patienten selbst schwer zu erkennen ist. Darum ist für Raucher der regelmäßige Gang zum Zahnarzt besonders angeraten.

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Wirkung einer Parodontitis auf die allgemeine Gesundheit

Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Parodontose in Zusammenhang mit vielen anderen Erkrankungen stehen kann:

  • Diabetes: Zuckerkranke Patienten (Diabetiker) sind demnach häufiger von Parodontitis betroffen. Hohe Blutzuckerwerte können die Abwehrkräfte des Zahnfleisches schwächen. Andersherum erschwert eine bestehende Parodontitis die stabile Einstellung des Blutzuckers.
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Die bei einer Parodontitis freigesetzten Bakterien und Entzündungsprodukte können eine Arterienverkalkung (Arteriosklerose) verstärken und so das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko erhöhen.
  • Rheumatische Erkrankungen: Ähnlich verhält es sich bei Rheuma. Die bei der Parodontitis auftretenden Bakterien und Entzündungsprodukte stehen in Verdacht, mitverantwortlich für die Entstehung einer Gelenksentzündung bei einer rheumatoiden Arthritis zu sein.
  • Frühgeburtsrisiko: Im Volksmund hieß es schon immer, jede Schwangerschaft kostet einen Zahn. Eine Schwangerschaft erhöht die Anfälligkeit für Zahnfleischentzündungen. Aufgrund der veränderten Hormonlage können sich Bakterien besser vermehren. Daneben gibt es Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Parodontitis und dem Risiko einer Frühgeburt bzw. zu niedrigem Geburtsgewicht des Kindes. Schwangere sollten deshalb unbedingt den regelmäßigen Zahnarztbesuch weiterhin wahrnehmen. Auch ist eine professionelle Zahnreinigung in der Schwangerschaft weiterhin sinnvoll (optimal im 2. Trimester/Schwangerschaftsdrittel). ( und dann interner Link zu PZR)

Therapie

Unbehandelt führt eine Parodontitis zur Lockerung der Zähne bis hin zum Zahnverlust. Das Zahnfleisch löst sich vom Zahn, es bilden sich Taschen, in die sich Speisereste und Bakterien einlagern. Zu lange unerkannt, kann dadurch der Kieferknochen geschädigt werden.

Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung stoppt den Knochenabbau, das Zahnfleisch legt sich wieder fest an und der Zahn kann erhalten werden.

Unter lokaler Betäubung (Anästhesie) werden die Zähne einer schonenden Tiefenreinigung mit Entfernung tiefliegender Bakterienablagerungen unterzogen. Ist die Ursache für die Entzündung verschwunden, können die Zähne erhalten werden. Ein Therapieerfolg stellt sich in der Regel sehr schnell ein. Die meisten Patienten empfinden die Behandlung nach Abklingen der lokalen Betäubung als kaum schmerzhaft.

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Zahnfleischrückgang (Rezessionen)

Freiliegende Zahnhälse sind leider keine Seltenheit mehr. Sie können nicht nur optisch störend wirkend, sondern auch eine erhöhte Reizempfindlichkeit des Zahnes auf Wärme, Kälte oder Süsses aufweisen. Die freiliegende Wurzel ist weicher als die Zahnkrone, häufig „putzt“ sich der Patient die Zahnsubstanz „quasi weg“. Dies stellt einen großen Schaden für den Zahn dar, Bakterien können in die freiliegende Wurzel eindringen und zu Nervenentzündungen oder/und auch zum Absterben des Zahnes führen.

Nach genauer Prüfung und Diagnose ist eine plastische Deckung der Wurzel durch eigenes Zahnfleisch möglich.